28. Juni 01: Nermin in der Schweiz

 Die PC-12 der Lionsair landete am Donnerstag, 28. Juni, um 14.45 Uhr auf dem Flugfeld des Landflughafens Bern-Belpmoos. Am Steuerknüppel Pilot John Pashley. Mit an Bord Nermin Zulic.

Die Maschine war Stunden zuvor, um 8 Uhr, in Kloten ab Flugbahn 28 gestartet, um den ehemaligen Langenthaler Schüler zu holen. Geru Feldmann, Simon und Beat Hugi, BZ-Redaktor Ruedi Bärtschi und die beiden SFDRS-Journalisten Kurt Staub («Quer»-Redaktor) und Adrian Zschokke (Kamera) trafen damit um 10.20 Uhr auf dem International Sarajewo Airport ein.

«Quer» wird diese Reise in seiner ersten Sendung nach den Sommerferien, am Freitag, 24. August, ab 20.30 Uhr, dokumentieren und kommentieren. Gast bei Röbi Koller im «Quer-Studio, wo Simon und Beat Hugi im November 2000 den Fall Nermin und ihr Buch darüber («Nermin wird ausgeschafft. Klasse 3 d kämpft um einen Freund) erstmals schweizweit publik gemacht haben, wird dann Nermin selbst sein.

Bis dann weiss Nermin auch, ob er die 7. oder doch die 8. Klasse Untergymnasium besuchen wird. Derzeit laufen in der Langenthaler Schule Kreuzfeld V die Abklärungen für den optimalen Neustart des jungen Bosniers, der bis zum 9. Januar 2000 in Langenthal gewohnt und Fussball gespielt hat und im Kreuzfeldschulhaus mit der Klasse 3d (heute 2d) zur Schule gegangen ist. Weitere Details zu Nermins Rückkehr findest du in den Presseartikeln unter dem Stichwort «Dokumente». Ein Klick genügt. Für Fotoimpressionen der Reise vom 28. Juni klickst du hier.

 

 

2. Februar 2007: Nermin "in english"

Viele Jahre ist es her, kurz nach dem positiven Entscheid aus Bern, als bei den Hugis plötzlich das Telefon klingelte und sich am anderen Ende eine Journalistin der englischen Zeitung "The Independent" meldete. Freundlich gaben Simon und Beat Hugi Auskunft über den Fall Nermin und schickten der Korrespondentin ein Exemplar ihres Buches. Von einem Nermin-Artikel in England hatte in der Folge nie jemand etwas gehört. Alles nur ein Scherz? Seit heute wissen wir: Nein. Durch reinen Zufall ist der Artikel doch noch aufgetaucht. Der Fall Nermin war am 22. Juni 2001 tatsächlich Thema in einer der grössten englischen Zeitungen (Auflage von 250'000 Exemplare). Artikel ansehen.

 

4. Januar 2007: Nermin in der Schweizer Familie

Die Einbürgerung von Nermin ist das Thema auf zwei Seiten der aktuellen Ausgabe der Schweizer Familie (Nr.01/07). Artikel ansehen (PDF).

 

  

 

24. Dezember 2006: Stellungnahme von Nermin

Hallo zäme!

Wer hätte vor fünf Jahren daran geglaubt, dass ich einmal Schweizer werde? Dieser Traum ist vor gut zwei Wochen wahr geworden!

Meine Erleichterung war riesig, als ich den Schweizerpass und die Identitätskarte endlich in Händen hielt. Es macht mich auch ein bisschen stolz, dass ich das alles durchgehalten habe. Die Zeit in der Schweiz war nicht immer einfach. Ich musste meine Familie mit fünfzehn Jahren in Bosnien zurücklassen und mich hier regelrecht durchbeissen. Doch nun weiss ich: Die Mühe hat sich gelohnt.

Natürlich war das alles ohne die Hilfe von Freunden gar nicht möglich. Den Beteiligten möchte ich jetzt noch einmal von Herzen danken. Ihr habt es mir ermöglicht!

Ich bin sehr froh, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben weiss, wo ich hingehöre. Zum ersten Mal gibt es diese Ungewissheit nicht mehr. Mein Ziel mit höchster Priorität ist jetzt das JUS-Studium in Bern, welches ich im Oktober 2006 begonnen habe. Darauf kann ich mich nun zu 100% konzentrieren. Ich freue mich auf diese neue Herausforderung.

Mit herzlichen Grüssen

Euer Nermin

 

14. Dezember 2006: Nermin ist Schweizer

Nach zweieinhalb Jahren hat das Warten ein Ende: Nermin Zulic hat seinen roten Schweizer Pass in den Händen. Mehr Informationen, auch eine Stellungnahme von Nermin selbst, werden demnächst an dieser Stelle veröffentlicht.

 

17. Juni 2006: Nermin beendet Gymnasium erfolgreich

Gestern war er einer unter vielen - Nermin Zulic. Doch im Jahr 2000 stand er im Mittelpunkt des Interessens. Damals wurde Nermin Zulic zusammen mit seiner Familie nach Bosnien ausgeschafft. Dank dem Engagement von Schülern, Eltern und Lehrern durfte Nermin anderthalb Jahre später in die Schweiz zurückkehren - nun hat er die Matura bestanden. «Ich bin sehr erleichtert, dass die Prüfungen endlich vorbei sind und natürlich überglücklich, das Maturazeugnis in der Tasche zu haben.» Jetzt will der 20-jährige erst mal seine Ferie geniessen, bevor er dann im Herbst sein Jurastudium in Bern antritt. «Ich bin sehr gespannt, auf diesen neuen Lebensabschnitt.» Dass ihm das Gymnasium Oberaargau ab und zu fehlen wird, ist Nermin überzeugt. «Es war eine wunderschöne Zeit hier. Doch jetzt freue ich mich auf das Neue.»

(Quelle: Martina Schlapbach, Langenthaler Tagblatt, 17. Juni 2006.)

 

 

19. September 2005: Nermin Zulic wird Schweizer.

An seiner Sitzung vom 19. September 2005 hat der Langenthaler Stadtrat unter Traktandum 16 das «Gesuch um Zusicherung des Gemeindebürgerrechts für Zulic Nermin, geb. 1986, bosnisch-herzegowinischer Staatsangehöriger, wohnhaft in Langenthal» zu behandeln. In geheimer Abstimmung haben die ParlamentarierInnen dem Gesuch und damit der Einbürgerung mit 34:1 Stimmen zugestimmt.

Nermin konnte seine Einbürgerung im Gegensatz zur Familie seines Onkels Ekrem nicht live verfolgen. Er weilt dieser Tage mit 23 MitschülerInnen des Gymnasiums auf Studienreise in Norddeutschland. Im Frühling 2006 wird Nermin, ein Jahr später als seine ehemaligen SchulkollegInnen der Klasse 3d, den Gymer mit der Matura (Schwerpunkt Wirtschaft und Recht) abschliessen.

Aus dem hohen Norden liess er sich im «Langenthaler Tagblatt» vom 20.9. so zitieren: «Ich bedanke mich bei allen Leuten, die mir die Rückkehr ermöglicht haben. Ich hatte tolle Jahre hier in Langenthal und ich hoffe, es werden weitere folgen. Ich hoffe, dass ich auch einmal etwas zurückgeben kann an all jene, die Vertrauen in mich hatten, und dass ich sie nicht enttäuschen werde.» Als nächstes Traumziel würde der Verteidiger im Junioren-A-Team des FC Langenthal laut «Tagblatt» gerne einmal für die Schweizer Nationalmannschaft aufgeboten werden.

Der Einbürgerungs-Entscheid des Gemeinde Langenthal muss nun noch von Kanton und Bund bestätigt werden. Nermin Zulic wird wohl spätestens in einem Jahr seinen roten Pass in Händen halten können. Als Geschenk zur Maturafeier quasi. Und gerade rechzeitig für die nächsten WM- und EM-Ausscheidungsspiele der Schweizer Fussballer.

 

 

28. Juni 01: Nermin in der Schweiz

Die PC-12 der Lionsair landete am Donnerstag, 28. Juni, um 14.45 Uhr auf dem Flugfeld des Landflughafens Bern-Belpmoos. Am Steuerknüppel Pilot John Pashley. Mit an Bord Nermin Zulic.

Die Maschine war Stunden zuvor, um 8 Uhr, in Kloten ab Flugbahn 28 gestartet, um den ehemaligen Langenthaler Schüler zu holen. Geru Feldmann, Simon und Beat Hugi, BZ-Redaktor Ruedi Bärtschi und die beiden SFDRS-Journalisten Kurt Staub («Quer»-Redaktor) und Adrian Zschokke (Kamera) trafen damit um 10.20 Uhr auf dem International Sarajewo Airport ein.

«Quer» wird diese Reise in seiner ersten Sendung nach den Sommerferien, am Freitag, 24. August, ab 20.30 Uhr, dokumentieren und kommentieren. Gast bei Röbi Koller im «Quer-Studio, wo Simon und Beat Hugi im November 2000 den Fall Nermin und ihr Buch darüber («Nermin wird ausgeschafft. Klasse 3 d kämpft um einen Freund) erstmals schweizweit publik gemacht haben, wird dann Nermin selbst sein.

Bis dann weiss Nermin auch, ob er die 7. oder doch die 8. Klasse Untergymnasium besuchen wird. Derzeit laufen in der Langenthaler Schule Kreuzfeld V die Abklärungen für den optimalen Neustart des jungen Bosniers, der bis zum 9. Januar 2000 in Langenthal gewohnt und Fussball gespielt hat und im Kreuzfeldschulhaus mit der Klasse 3d (heute 2d) zur Schule gegangen ist. Weitere Details zu Nermins Rückkehr findest du in den Presseartikeln unter dem Stichwort «Dokumente». Ein Klick genügt. Für Fotoimpressionen der Reise vom 28. Juni klickst du hier.

 

 

16. Juni 2001: Zürcher Respect-Flüchtlingstage 01 mit Nermin-Debatte

Am Flüchtlingstag-Event vom Samstag, 16. Juni 01, in der grossen Halle des Hauptbahnhofs Zürich gibt es nicht nur einen Bambus-Dom als Weltneuheit zu bestaunen oder Live-Musik mit Ssassa, Lizzy Hammond, Duo Duô oder King Kora zu hören: Zwischen 14 und 15.30 Uhr diskutieren auch Schülerinnen und Schüler von Nermin Zulics ehemaliger Klasse mit anderen Jugendlichen über ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Ausschaffungen, ausländischen Kolleginnen und Kollegen und dem langen Weg durch die Justiz-Instanzen. Mit dabei von der 2 d aus dem Kreuzfeldschulhaus Langenthal: Mirjam Wenger, Claudia Luginbühl, Kathrin Gisler, Alex Schneeberger und Simon Hugi. Dazu die Lehrer Gerhard «Geru»  Feldmann und Thomas Zbinden. Und Simons Vater Beat. Diese Einladung war schon Wochen vor dem Entscheid aus dem nahen Bern, dass Nermin nach Langenthal zurückkehren darf, aus dem fernen Zürich eingetroffen. Ebenfalls das Angebot von den DRS3-MacherInnen:

 

 

16. Juni 2001: Nermin-Wuko auf Radio DRS 3

Im Anschluss an die Diskussion im Zürcher Hauptbahnhof sind die Musikwünsche der «Langenthaler Delegation» auf Radio DRS zu hören: DRS 3 sendet sie zwischen 16 und 17 Uhr in einem Spezial-Wunschkonzert zum Flüchtlingstag. Dazwischen gibts um ca. 16.20 Uhr und 16.40h Live-Interviews zur unmöglichen Ausschaffung und zur möglichen Rückkehr von Nermin Zulic. Dieser hat aus Bosnien ebenfalls drei Wunschtitel gemailt: «It wasn’t me» von Shaggy, «Genie in a bottle» von Christina Aguelera und «Butterfly» von Crazytown.

 

 

9. Juni 2001: Solidaritätskonto für Nermin

Wer Nermin Zulic nicht nur ideell, sondern auch materiell bzw. finanziell unterstützen will, kann dies über das Postcheck-Konto «Solidarität mit Nermin, 4900 Langenthal» mit der Konto-Nr. 30-653744-0 tun.

Besten Dank!

 

8. Juni 2001: Nermin darf wieder kommen.  

Der Berner Regierungsrat heisst die Beschwerde der Familie Zulic gut: «Der bosnische Schüler Nermin Zulic erhält eine Aufenthaltsbewilligung. Damit kann er die in Langenthal begonnene gymnasiale Ausbildung weiterführen. Nach der Matura wird er aus der Schweiz ausreisen müssen. Dies hat die bernische Kantonsregierung in letzter Instanz entschieden». So orientierte die Staatskanzlei des Regierungsrates des Kantons Bern am 8. Juni die Medien. Am gleichen Morgen traf bei Anwalt Thomas Biedermann in Langenthal die «Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung», datiert vom 6. Juni, ein:

«1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Beschwerdeentscheid der Polizei- und Militärdirektion vom 10. August 2000 wird aufgehoben. Die Akten gehen zurück an das Amt für Migration und Personenstand. Es wird angewiesen, Nermin Zulic eine Aufenthaltsbewilligung gemäss Art 31 BVO auszustellen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von Emsud und Fatima Zulic geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.- wird den Beschwerdeführern durch die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion zurückerstattet.

3. Die Polizei- und Militärdirektion hat Emsud und Fatima Zulic die Parteikosten für das gesamte Verfahren von insgesamt Fr. 6000.- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen.»

Noch am Freitagabend trafen sich Nermins ehemaliger Lehrer Geru Feldmann, Anwalt Thomas Biedermann und Simon und Beat Hugi zur Planung des weiteren Vorgehens. Raschmöglichst soll nun mit der Familie Zulic, dem Bernischen Migrationsamt und den Schulbehörden abgeklärt werden, wie dem Entscheid des Regierungsrates optimal nachgelebt werden kann und wann Nermin in die Schweiz zurückkehren darf, wo er wohnen wird und in welcher Klasse er zur Schule gehen kann.

Mehr dazu demnächst an dieser Stelle.

 

19.05. Funkstille aus Bern

Weiterhin keine konkreten Antworten für Nermin, seine Familie und seine Schweizer Freundinnen und Freunde aus dem Berner Regierungsrat. Auch Tage nach dem 15. Geburtstag von Nermin Zulic Anfang Mai steht der vorläufig letzte Entscheid zu seiner Rückkehr nach Langenthal aus. Freundliches Nachfragen zum Termin und Stand des Verfahrens durch Zulics Rechtsvertreter Thomas Biedermann blieb ebenfalls unbeantwortet. Biedermann hat die Behörden zudem schriftlich aufgefordert, doch eine Kaution zu erlassen, falls - wie mehrmals von Behördenseite erwähnt - eine spätere Rückkehr Nermins nach Bosnien weiterhin nicht als gesichert gelte. 

 

 

19.05.2001 Diskussion am Flüchtlingstag geplant

Am Samstag, 16. Juni, finden im Zürcher Hauptbahnhof verschiedene Veranstaltungen und Konzerte zum internationalen Flüchtlingstag statt.  Dort soll es auch eine Diskussion rund um das Schicksal von Nermin und seiner Familie bzw. den Mitbetroffenen in Langenthal geben. Die Klasse 2/3 d wurde offiziell eingeladen. Die beiden Lehrer Thomas Zbinden und Geru Feldmann werden mit  Debora, Mirjam, Claudia, Kathrin, Lynn, Alex, Simon und seinem Vater Beat Hugi nach Zürich reisen. Die Diskussion ist zwischen  14.00 und 15.30 Uhr geplant. 

 

 

19.05.2001 Nermin in Bosnien

Nermin wird voraussichtlich im Juni in Bosnien seine Prüfungen für den Einstieg ins Gymnasium ablegen können. Deshalb ist er im Moment ziemlich im Stress, hofft er doch, weil eine Antwort aus der Schweiz immer noch aussteht, das Unmögliche wenigstens in Kljuc möglich zu machen und allen bekannten schulischen Handicaps zum Trotz den Übertritt zu schaffen. Kollektives Daumendrücken hilft bestimmt. Wir pflegen natürlich weiterhin einen regen Kontakt mit ihm per E-mail. Hier nochmals seine Adresse zur Erinnerung: nerminz@bih.net.ba

 

 

27.2. 2001  Regierungspräsidentin Dora Andres will Nermin keine Schülerbewilligung erteilen – Rechtsamt des Regierungsrates verfügt Möglichkeit zu Schlussbemerkungen

Mit Schreiben vom 23.2. 2001 liefert Dora Andres, Berner Regierungspräsidentin und Vorsteherin der Polizei- und Militärdirektion, den vom Rechtsdienst anfangs Jahr eingeforderten Fachbericht in der Beschwerdesache «Emsud und Fatima Zulic» ab. Darin behauptet die Regierungspräsidenten zu den Akten des Rechstdienstes und damit auch Ihrer Regierungsratskollegen, dass Nermin Zulic heute in Bosnien «das Gymnasium besucht.» Und damit eine Weiterausbildung in der Schweiz wenig Sinn mache.

Eine Erteilung der Schülerbewilligung werde zudem abgelehnt, weil Punkt g in Art 31 BVO, «wonach die Wiederausreise nach Beendigung des Schulbesuchs als gesichert erscheinen muss», nicht erfüllt sei.

Dora Andres‘ Fachbericht liegt ein Schreiben des Bundesamtes für Ausländerfragen bei, adressiert an Roger Schneeberger, Vorsteher des bernisch kantonalen Migrationsdienstes, sprich der Fremdenpolizei. Darin empfiehlt Sektionschef Erich Spychiger zwar, ein allfälliges konkretes Gesuch zum Schulbesuch unter dem Gesichtspunkt von Frau Andres, dass die Ausreise nicht gesichert sei, abzulehnen. 10 Zeilen weiter oben aber schickte Spychiger seiner «Empfehlung» explizit voraus, dass die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Schulbesuch (Art 31 BVO) «grundsätzlich in die Kompetenz der kantonalen Fremdenpolizeibehörden fällt».

Dieser klaren Feststellung zum Trotz schliesst Dora Andres ihren Fachbericht mit der Zeile: «Zudem ist beim Entscheid unseres Erachtens zu berücksichtigen, dass das Bundesamt für Ausländerfragen die Zustimmung zu einer Bewilligung selbst dann verweigern würde, wenn der Kanton Bern als Folge des Ergebnisses des Beschwerdeverfahrens einen Antrag stellen würde».

 

Das Rechtsamt der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern, das die Beschwerde der Familie Zulic an den Regierungsrat des Kantons Bern bearbeitet, hat am 27. 2. 2001 verfügt, den obig zitierten Fachbericht von Dora Andres den Beschwerdeführern zuzustellen und die Gelegenheit eingeräumt, mit Frist bis 28. März Schlussbemerkungen einzureichen. Das wird Fürsprecher Thomas Biedermann im Namen von Nermin Zulics Eltern vor Ablauf dieser Frist ausführlich tun.

Das vorliegende Papier der Regierungspräsidentin ist in Langenthal auf ungläubiges Staunen und kräftiges Unverständnis gestossen. Mit Hinweis auf das laufende Verfahren und das Ausstehen eines Entscheides durch den Berner Regierungsrat wollte sich Biedermann als Vertreter der Beschwerdeführer zur Sache nicht weiter äussern.

 

Buchautor Beat Hugi kann sich jedenfalls kaum vorstellen, dass die oberste Behörde des Kantons Bern in «unserem funktionierenden Rechtsstaat» auf der Basis von Kollegin Andres‘ «Fachbericht» ethisch, rechtlich und politisch einigermassen vertretbar gegen Nermin Zulic und dessen Gesuch um eine Schülerbewilligung wird entscheiden können. Zumal u.a. klar und offiziell belegt werden kann, dass Dora Andres offizielle wie gravierend irreführende Feststellung, Nermin Zulic besuche das Gymnasium in Bosnien, nicht zutrifft. Nermin Zulic ist heute Schüler der 8. Klasse der Grundschule von Kljuc. Er müsste, um ins Gymnasium zu kommen, Ende Jahr eine Prüfung in Fächern bestehen, deren Stoff er wegen der anderen Fächerkonstellation in der Schweiz in den letzten Monaten nicht hat aufholen können. Hugi: «Und das ist ja auch der Grund, warum Nermins Eltern vor bald einem Jahr ein Gesuch um Beendigung der Schulausbildung von Nermin in der Schweiz gestellt haben!»

 

 

27.2. 2001 Für Berns Regierungspräsidentin Dora Andres ist «öffentliches Aufsehen» mit ein Grund, Nermin die Schülerbewilligung zu verweigern.

  Schon am 19. Dezember 2000 schrieb Dora Andres zur Beschwerdesache «Zulic Nermin» an Regierungsrat Werner Luginbühl, dessen Direktion die Antragstellung im Beschwerdefall vor dem Regierungsrat obliegt. Darin steht einerseits die Zeile «Mit Blick auf den konkreten Verfahrensstand könnte in Betracht gezogen werden, Herrn Zulic die Erteilung einer Schülerbewilligung frühestens per Mai 2001 in Aussicht zu stellen, unter gleichzeitiger Einladung, seine hängige Beschwerde zurückzuziehen.»

Zur Erinnerung: Nermin wird im Mai 15 Jahre alt, womit die Zuständigkeit des Jugendamts und der Pflegekinderverordnung erlischt.

Dora Andres hegt dann aber sofort «ernsthafte Bedenken» und spricht sich gegen eine solche sogenannte Schülerbewilligung aus. Einer Ihrer Hauptgründe in diesem notabene juristischen Verfahren: «Ganz allgemein scheint uns ein Fall, in welchem die frühere Ausschaffung soviel Aufsehen erregt hat, wenig geeignet, wieder neu aufgerollt zu werden. Der Vorwurf, man habe sich übermässigem Druck gebeugt, könnte sehr wohl aufkommen.» Und Punkt zwei: «Entgegen den seinerzeitigen Behauptungen – die Ausschaffgung liegt bald ein Jahr zurück – besucht Herr Dulic (im Brief von Dora Andres so, also «Dulic», statt «Zulic» geschrieben. Die Red.) in seinem Heimatland das Gymnasium, so dass nicht ersichtlich ist, warum der Schulbesuch nun wiederum in der Schweiz fortgesetzt werden soll.» Nur: Nermin Zulic besucht in Kljuc mitnichten das Gymnasium, sondern die Grundschule, 8. Klasse. Womit der Schulbesuch in der Schweiz und die Fortsetzung der hier in Langenthal mit dem Untergymnasium begonnenen gymnasialen  Laufbahn Nermins durchaus ein Thema bleibt.   

 

 

10. 2. 2001: Nermin im Netz

Nermin hat seinen neuen PC aus der Schweiz installiert.  Er und seine Familie sind ab sofort unter nerminz@bih.net.ba zu erreichen. Er freut sich auf Euer Feedback. Ein Click genügt.
 

 

14.1.2001: Dora Andres bekommt Fristverlängerung

Regierungspräsidentin Dora Andres hat den Rechtsdienst der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern mit Einschreiben vom 5. Januar 2001 um eine Fristverlängerung in Sachen Nermin Zulic gebeten. Sie schrieb: «Wir nehmen in obgenannter Angelegenheit Bezug auf Ihre prozessleitende Verfügung vom 27. Dezember 2000, mit welcher Sie uns zur Einreichung eines Fachberichts eine Frist bis am 26. Januar 2001 angesetzt haben. Wir haben die Akten zu diesem Zeck dem Amt für Migration und Personenstand (...), Migrationsdienst (vormals Abteilung Fremdenpolizei), weitergeleitet, welches seinerseits einen zusätzlichen Bericht beim BFA (Bundesamt für Ausländerfragen, die Red.) einholen wird. Angesichts dieses Vorgehens im Interesse der Sache erweist sich die angesetzte Frist indessen als zu knapp bemessen. Wir ersuchen Sie deshalb höflichst, die Frist zur Einreichung des einverlangten Fachberichts um 20 Tage, also bis am 15. Februar 2001, zu verlängern.» Diesem Gesuch der Polizei- und Militärdirektorin wurde am 8.1. 2001 stattgegeben. Die Fristverlängerung bis 15. Februar 2001 ist von K. Kapossy, Fürsprecherin im Rechtsamt, bewilligt worden.

 

 

11.1.2001 Erste Tranche der Petitionsbögen beim Regierungsrat

Grossrätin Gertrud Hurni aus Oberönz hat am Donnerstag, 11.1. 2001, die ersten Unterschriftsbögen der Petition zu Gunsten des Schulbesuchs von Nermin Zulic am Rande einer Sitzung offiziell zu Handen des Regierungsrates Erziehungsdirektor Mario Annoni übergeben. Dieses erste Petitionspaket trägt die Unterschriften von rund 300 Menschen aus Langenthal und Umgebung. Die Petition, gestartet vom Langenthaler Lehrer Röbi Zemp und einem Teil seiner Schulklasse der Langenthaler Diplommittelschule, geht weiter. Bögen können über diese Homepage bei shugi@bluewin.ch bestellt werden. Der Petitionstext im Wortlaut: «Eine Chance für den 14-jährigen Nermin Zulic! Anfang Jahr wurde Nermin Zulic von Langenthal mit seiner Familie nach Bosnien ausgeschafft. Die Polizei holte Nermin direkt aus der Klasse 3d des Untergymnasiums Langenthal. Mit unseren Unterschriften unterstützen wir den Wunsch der Familie Zulic, dass ihr Sohn Nermin weiterhin das Untergymnasium in Langenthal besuchen darf. Nermin wohnte seit seinem fünften Lebensjahr in der Schweiz und hat sich in Langenthal ausgezeichnet integriert. Er möchte

bei uns wie bis anhin die Schulen besuchen und sich auf die Matura vorbereiten. In Bosnien ist der Besuch einer Mittelschule für ihn nicht möglich. Wir bitten den Regierungsrat des Kantons Bern, dem 14-jährigen Nermin Zulic aus humanitären Gründen eine Chance zu geben.»   

 

 

10.1.2001 Computer für Nermin

Dank einer Spende konnte Nermins Onkel Ekrem am Jahrestag der Ausschaffung der Familie seines Bruders in Bern einen Computer mit Drucker und Bildschirm inklusive Internetmodem für Nermin entgegennehmen. Der Compi wird in den nächsten Tagen nach Bosnien transportiert. Sobald Nermin über das Gerät und einen eigenen Internetanschluss verfügt, werden wir an dieser Stelle den Link zu seinem e-Mail-Briefkasten einbauen.

 


5.1. 2001 Rechtsamt verfügt Neubeurteilung. 
Zulics Anwalt Thomas Biedermann freut sich.

Das Rechtsamt der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons hat mit Datum vom 27. Dezember verfügt, dass in der Beschwerdesache Nermin Zulic gegen die Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
betreffend «Entscheid der Polizei- und Militärdirektion vom 10. August 2000 (Aufenthaltsbewilligung für Nermin Zulic)» das Instruktionsverfahren wieder aufgenommen wird. 

Die Akten gehen zur Ausarbeitung eines Fachberichts an die Polizei- und Militärdirektion zurück. Die Direktion hat bis 26. Januar 2001 zu klären, ob die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an Nermin Zulic «gestützt auf Art. 31 BVO möglich ist». Dabei geht es konkret um die Erteilung einer sogenannten Schülerbewilligung, die es Nermin erlaubt, die begonnene gymnasiale Laufbahn in Langenthal zu beenden. 

Das Rechtsamt, im Auftrag des Berner Regierungsrates mit der Prüfung der Beschwerde von Emsud und Fatima Zulic betraut, stellt in seiner Verfügung fest, 
 

- «dass bisher sowohl das Amt für Polizeiverwaltung sowie die Polizei-
und Militärdirektion das Gesuch um Erteilung einer
Aufenthaltsbewilligung an Nermin Zulic einzig unter dem Aspekt von Art.
35 der Verordnung vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der
Ausländer (BVO; SR 823.21) geprüft haben; 
 

- dass die Erteilung der nachgesuchten fremdenpolizeilichen Bewilligung
mit dem Argument, es liege keine Pflegekinderbewilligung vor, verweigert
worden ist; 
 

- dass Nermin Zulic am 4. Mai 2001 15 Jahre alt wird; 
 

- dass gestützt auf Art. 4 Abs. 1 der Verordnung über die Aufnahme von
Pflegekindern vom 19. Oktober 1977 (...) die Aufnahme eines Kindes nach
seinem 15. Geburtstag in Familienpflege keiner Bewilligung bedarf; 
 

- dass es aus prozessökonomischen Überlegungen gerechtfertigt erscheint,
diese Situation in das vorliegende Beschwerdeverfahren einzubeziehen; 
 

- dass es daher zu prüfen gilt, ob die Erteilung einer
Aufenthaltsbewilligung an Nermin Zulic gestützt auf Art 31 BVO möglich
ist; 
 

- dass diesbezüglich der entscheidrelevante Sachverhalt noch nicht
genügend geklärt ist; 
 

- dass daher bei der Polizei- und Militärdirektion als Fachdirektion ein
Fachbericht einzuholen ist, welcher sich zu den einzelnen
Voraussetzungen von Art. 31 lit. a bis g BVO äussert.»

Zulics Anwalt Thomas Biedermann freut sich über den Entscheid aus Bern. Endlich würden die Argumente der Beschwerdeführer ernst genommen, endlich werde über das diskutiert, was immer «unser Ansinnen war. Dass der Kanton Bern Nermin Zulic eine Schülerbewilligung erteilt und dieser die Schulen in Langenthal bis zur Matura beenden kann».
 


18.12. 2000:  e-mail von Franz Hohler

Kabarettist und Schrifsteller Franz Hohler hat sich nach der Lektüre von «Nermin wird ausgeschafft» per Mail gemeldet. Hier ein Auszug aus seinem herzlichen Statement: «Ihr habt das langsame, aber unerbittliche Mahlen der Gesetzes- und Verordnungsmühle sehr anschaulich und eindringlich beschrieben. Man erlebt die Geschichte mit und wünscht ihr ein gutes Ende. Eurer Homepage entnehme ich, dass dieses aussteht, was ich auch befürchtet habe. Ich drücke euch die Daumen und hoffe, dass das Engagement eurer Klasse, vor dem ich grossen Respekt habe, belohnt wird.» Danke Franz!

 

 

17.12.2000: Solidaritätskonto für Nermin

Wer Nermin Zulic nicht nur ideell, sondern auch materiell bzw. finanziell unterstützen will, kann dies ab sofort über ein neu eingerichtetes Postcheck-Konto tun. Es trägt die Bezeichnung «Solidarität mit Nermin, 4900 Langenthal» und hat die Konto-Nr. 30-653744-0. Das dort einbezahlte Geld wird ebenso wie das Autorenhonorar aus dem Verkauf des Buches «Nermin wird ausgeschafft», d.h. 10 % des Verkaufspreises oder Fr. 2.90 pro verkauftes Exemplar, für die zukünftigen Ausbildung Nermins eingesetzt. Dazu gehören auch jene Kosten, die von Staates wegen für das aktuell laufende juristische Verfahren aufgewendet werden müssen. Dabei verzichtet beispielsweise Zulics Anwalt Thomas Biedermann auf den grössten Teil seines Honorars, nichts so aber die offiziellen Stellen, die für die beiden angestrebten Rekursverfahren allein schon 700.- bzw. 800.- Franken einkassiert haben.  

 

 

 

 

14.12. 2000: Start der Respect-Kampagne der Flüchtlingshilfe SFH

 «Ich weiss, niemand will Flüchtlinge. Aber wissen die denn, dass wir nicht Flüchtlinge sein wollen?» sagt der 14- jährige Said Abdi Said zum Start der weltweiten Respect-Kampagne zum 50. Geburtstag der Flüchtlingskonvention. Auch das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge UNHCR feiert 2001 sein 50-jähriges Bestehen. Anlass genug, um gerade bei Jugendlichen Flüchtlinge ins Rampenlicht zu stellen und aufzuzeigen, dass sie sind wie du und ich. Die Respect-Kampagne wird in der Schweiz von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH betreut. Das Buch «Nermin wird ausgeschafft. Klasse 3d kämpft um einen Freund» ist offizieller Teil dieser grossen Respect-Kampagne des SFH.

 

 

 

 

 

14.12.2000: Ideale Klassenlektüre

 Für die Fachleute der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH ist das Buch «Nermin wird ausgeschafft» die «ideale Klassenlektüre». Dies teilte die Organisation kürzlich mit einer Karte 3500 interessierten Lehrerinnen und Lehrern der Schweiz mit. Das SFH bietet den Lehrkräften Workshops und Veranstaltungen rund um das Buch von Simon und Beat Hugi bzw. der Klasse 3d des Untergymnasiums Langenthal an. Die Autoren und beteiligte Lehrer und Schüler können für Diskussionen/Lesungen einbezogen werden. Die Flüchtlingshilfe hat auf ihrer Homepage zudem ein erstes Begleit- und Arbeitsdossier für LehrerInnen aufgeschaltet. Einfach reinclicken: www.fluechtlingshilfe.ch  Für alle, die das möglich gemacht haben, soll es 1000 rote Rosen schneien!

 

 

9.12.2000: Nermin  in der Kirche

Auf Einladung von Frank Buchter, dem blinden Pfarrer von Roggwil/BE, lasen Simon und Beat Hugi am 9. Dezember 2000 im Gottesdienst eine halbe Stunde vor rund 150 gebannt und betroffen zuhörenden Menschen aus «Nermin wird ausgeschafft». Dieser Sonntag war auch der internationale Tag der Menschenrechte. Pfarrer Buchter erzählte in der Einführung zur Lesung von der Leichtigkeit einer einzelnen Schneeflocke und einem Ast, der unter der Last des Schnees brechen kann. Seine Botschaft an diesem Morgen: «Das Engagement der Klasse 3d und deren Umfeld aus Langenthal lässt hoffen, dass immer wieder viele leichte Schneeflocken zusammen eine gewichtige Stimme bekommen und etwas verändern können.»

 

 

1.12. und 12.12.2000:

Reaktionen aus dem Regierungsrat

 Die beiden SP-Mitglieder des Berner Regierungsrates haben sich in persönlichen Reaktionen bei den Autoren für die Zusendung des Buches «Nermin wird ausgeschafft» bedankt. Dori Schaer-Born schrieb als erste und handschriftlich: «Lieber Beat, lieber Simon, für Euer Buch und für Euer Engagement danke ich Euch herzlich. Es ist ermutigend, dass es Menschen wie Euch gibt. Soviel ich gehört habe, tut meine Kollegin D. Andres ihr Möglichstes, um einen guten Entscheid herbei zu führen. Auf mich jedenfalls könnt Ihr Euch verlassen! Herzlich grüsst Euch Dori Schaer». Vielen herzlichen Dank Dori Schaer für diese wunderschönen und mutmachenden Zeilen.

 

Am 12.12. folgte dann ein Brief von Dori Schaers Kollegen Samuel Bhend: «Lieber Beat. Vielen Dank für das Buch über Nermin, das die Klasse 3 d geschrieben hat. Ich habe das Buch gelesen und bin beeindruckt, wie sich diese Schulklasse für einen Mitschüler einsetzt. Ich habe auch Verständnis dafür, dass die Schülerinnen und Schüler aufgewühlt und betroffen sind, da sie die Problematik der Asylpolitik hautnah miterlebt haben. Es ist eine erhebliche Leistung, wenn eine Schulklasse ein Buch schreibt. Ich weiss als ehemaliger Lehrer, dass hier sehr gute Arbeit geleistet wurde. Ich gratuliere der Klasse 2/3d und der Lehrerschaft des Gymnasiums in Langenthal zu dieser guten Arbeit. Mit herzlichen Grüssen. Der Gesundheits- und Fürsorgedirektor Samuel Bhend, Regierungsrat». Zum aktuellen Verfahren um die Rückkehr von Nermin Zulic, das vom Regierungsrat behandelt werden muss, hat sich Samuel Bhend leider nicht geäussert. Wir werden ihn in einem Brief darauf hinweisen.

 

 

17.11.2000 SchülerInnen lancieren Petition 

In Langenthal ist von SchülerInnen der Diplom-Mittelschule eine Unterschriftensammlung für Nermin gestartet worden. Der Berner Regierungsrat wird in der Petition aufgefordert, im Fall Nermin human zu handeln und dem 14jährigen Schüler Nermin Zulic die Rückkehr nach Langenthal zu ermöglichen. Falls Sie auch ein Formular zum Unterschriftensammeln wünschen, bestellen Sie dieses bitte sofort bei shugi@bluewin.ch.

 

 

16.11.2000, 19 Uhr, Buchvernissage

bei Jäggi, Bücher (im Loeb) Bern

Vor einem grossen Publikum wurde das Buch "Nermin wird ausgeschafft" vorgestellt. Mit dabei auch 15 SchülerInnen der Klasse 3d bzw 2d, die ehemaligen SchulkollegInnen von Nermin Zulic. Begleitet wurden sie von Lehrer Thomas Zbinden. Im Publikum sass zudem auch Rosa Schenk, Sozialarbeiterin im Jugendamt des Kantons Bern. Ihr und ihrer Entscheidungsfindung zum Gesuch der Eltern Zulic sind im Buch "Nermin wird ausgeschafft" die Kapitel 28 und 29 gewidmet. Ausschnitte aus dem Buch hat - wie in Langenthal -  Dieter Stoll gelesen.

 

 

 

15.11.2000, 17 Uhr, Buchvernissage

im Singsaal Kreuzfeld IV Langenthal

Zur Vernissage kamen etwa 100 Personen. Anwesend waren auch Nermins ehemaliger Lehrer Gerhard Feldmann und die beiden Buchautoren Simon und Beat Hugi. 

 

      

 

      

11.11. 2000 Reaktionen auf QUER

Die Nennung der Homepage nermin.ch in der Sendung QUER von SF DRS und das Ausstrahlen eines Filmberichts und eines Interviews zum Fall Nermin haben zu einer Flut von mutmachenden E-Mails geführt. Die Betroffenheit ist gross. Die Bezeugung von Anteilnahme und Anerkennung für die Familie Zulic, die Klasse 3d, Eltern und Lehrer ist herzlich. Nermin Zulic soll in den nächsten Tagen einen PC nach Bosnien geliefert bekommen, so dass er sich dort selbst direkt ins Internet einklinken kann.