13 Jahre nach dem Krieg
Leben in der bosnischen Kleinstadt Kljuc
Nach all meinen Erlebnissen, war es für mich von Anfang an klar, dass sich meine Matura-Arbeit mit Bosnien-Herzegowina befassen soll.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Land Bosnien-Herzegowina, dessen Bürgerinnen und Bürger und der langen Geschichte Jugoslawiens. Nach einem vor allem geschichtlichen ersten Teil folgt ein eher praktischer zweiter Teil. Darin stelle ich Ihnen die bosnische Stadt Kljuc aus meiner Sicht vor. Sie dient als Beispiel einer Stadt, die noch unter den Folgen des Krieges leidet und immer noch nicht in ein normales Leben zurückgefunden hat.
Ich habe Bosnien im Frühling 2004 noch einmal bereist und dabei viele Informationen und Eindrücke erhalten. Es war sehr bewegend, am Leben der Menschen in Kljuc teilzunehmen. Wer nie ein vom Krieg versehrtes Land besucht hat, kann sich kaum vorstellen, wie es ist, dort zu leben. Berichte der Medien zeigen die Umstände auf, doch sie vermitteln nie das starke Gefühl, das man spürt, wenn man selber diesen Menschen vor Ort gegenübersteht.
So stand ich in Bosnien zum ersten Mal in meinem Leben an einem Massengrab. Es ist das Grab von Hunderten Muslimen. Auch eine ganze Familie mit zwei Kindern wurde ausgelöscht, der Knabe war 3 Jahre alt, das Mädchen noch nicht einmal jährig. Ich konnte diese Tatsache nicht fassen. Doch fand ich auf dem nahe gelegenen Friedhof, unter hunderten von Grabsteinen, den Grabstein des Mädchens. Unter seinem Namen stand 1991 - 1991.
Die Arbeit ist eine Verbindung zwischen Fakten und Emotionen, die mich sehr beschäftigt haben.
Simon Hugi
Januar 2005
Zum Download
Matura-Arbeit: 13 Jahre nach dem Krieg (PDF, ca. 2 MB)
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